Ein Buch bei Eselsohr
Eine revolutionäre Ehe in Briefen
die Sozialrevolutionärin Lidija Petrowna Kotschetkowa und der Anarchist Fritz Brupbacher
- Erschienen
- 2003
- Seiten
- 434
- Format
- Gebunden
- Verlag
- Chronos
Klappentext
Es gibt Menschen, die bereit sind, für eine Idee alles zu geben. Dies trifft auch auf die russische Sozialrevolutionärin Lidija Petrowna Kotschetkowa und den Schweizer Anarchisten Fritz Brupbacher zu, welche die Gesellschaft verändern wollten und deshalb ihre Kräfte kompromisslos in den Dienst der revolutionären Bewegung stellten. Sie gaben sich 1901 in Zürich das Jawort, lebten aber grösstenteils getrennt, da beide im eigenen Land politisch tätig sein wollten: Kotschetkowa als Landärztin in den Gouvernements Wladimir und Smolensk und später als Revolutionärin in Saratow an der Wolga im Untergrund des Zarenreiches, Brupbacher als Arbeiterarzt und anarchistisch orientierter Lokalpolitiker in Zürich. Trotz der geografischen Trennung glaubte das Ehepaar an die Beständigkeit der Liebe, bis der Spaltpilz der geografischen Entfernung, der kulturellen Missverständnisse und der unterschiedlichen lebensweltlichen Wahrnehmung sie nach achtzehn Jahren wieder auseinander brachte. Ein in Umfang und Dichte einzigartiges Konvolut von rund sechstausend Briefen, Postkarten und Telegrammen, das sich über die Zeit von 1897 bis 1915 erstreckt, dokumentiert einerseits eine unkonventionelle Ehe, die den damaligen Vorstellungen von einer strengen Rollenteilung diametral entgegenlief, als Beispiel einer letztlich gescheiterten kulturellen Begegnung zwischen der Schweiz und Russland. Andererseits wird durch die Auswertung der Briefe Kotschetkowas sowie Quellen der russischen Geheimpolizei nicht nur ihre Lebensgeschichte - soweit möglich - rekonstruiert, sondern auch die Basisarbeit der Partei der Sozialrevolutionäre im Zarenreich von 1905 bis 1909 analysiert. Daraus resultieren neue Erkenntnisse bezüglich der Organisation, der Probleme und der Resonanz revolutionärer Untergrundarbeit in der russischen Provinz.
Kaufen oder hören
- Bei Thalia kaufen Werbelink (öffnet in neuem Tab)
- Bei bücher.de kaufen Werbelink (öffnet in neuem Tab)
- Bei Amazon kaufen Werbelink (öffnet in neuem Tab)
Kaufst du über einen Werbelink, bekommt Eselsohr eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.
Mehr in Eselsohr
Bewertungen, Gespräche und Zitate aus deinem Lesekreis siehst du in der App. Dort kannst du das Buch auch in dein Regal stellen.
Eselsohr ist die kostenlose App für Lesekreise: Bücher bewerten, besprechen und untereinander ausleihen.