- Erschienen
- 1995
- Seiten
- 170
- Verlag
- Suhrkamp
Klappentext
»Adolf Muschgs neue Erzählungen sind ›Liebesgeschichten‹, die sich als Prozeßberichte, ›Prozeßberichte‹, die sich als Liebesgeschichten lesen lassen. Sie handeln von alltäglichen, juristisch nicht einklagbaren Delikten: Täuschung durch Körpernähe, falsch gemünzte Erwartungen, gutwillige Unwahrheiten. Durch ›so eine Liebe‹ werden Leute um ihr eigenes Leben betrogen und können sich darum nie recht schuldig fühlen, wenn sie die Rechnung ihres Lebens weiter manipulieren. Denn ihre Verhältnisse sind nicht so, sie erlauben ihnen den Luxus der Unschuld nie. Sie müssen über oder unter ihren Verhältnissen leben und stehen längst als kleine Sünder da, bevor es ihnen zur großen Sünde reichte. Sie versuchen dann nur noch, billig davonzukommen. Helden und Abenteurer gibt es hier nur noch defizitär, in den Grenzen des traurig gewordenen Privatlebens.« Ulrich Meister
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