Ein Buch bei Eselsohr
Ambivalenzen des geistlichen Spiels
Christoph Petersen, Glenn Ehrstine, Hans Rudolf Velten, Ulrich Barton, Julia Gold, Carla Dauven-v.Knippenberg, Werner Williams, Cornelia Herberichs, Jutta Eming, Elke Ukena-Best, Fidel Rädle, Verena Linseis, Ulrich Müller, Klaus Wolf, Karolin Freund
Revisionen von Texten und Methoden
- Erschienen
- 2018
- Seiten
- 362
- Format
- Gebunden
- Verlag
- Vandenhoeck & Ruprecht
Klappentext
Ambivalenzen bilden ein Leitparadigma der Analyse geistlicher Spiele. Vom Beginn der Wissenschaftsgeschichte an orientierten sich die Forschungsbeiträge an begrifflichen Oppositionen wie Aufführung und Schrift, Liturgie und Theater, Sakralität und Profanität, Präsenz und Repräsentation. Wesentliche Impulse gingen von Rainer Warnings Studie ›Funktion und Struktur‹ (1974) aus, die zu einer kulturwissenschaftlichen Wende in der Spieleforschung führte. Das Ambivalenzkonzept selbst blieb allerdings weitgehend ungeklärt. Der Sammelband zieht eine Forschungsbilanz und diskutiert Chancen und Gefahren des Paradigmas. Ausgangspunkt ist die Frage, ob es sich bei ›Ambivalenz‹ um eine literaturwissenschaftliche Metakategorie oder um ein historisches Gattungskriterium handelt. Kann man das Nebeneinander unterschiedlicher Forschungsperspektiven als Ausdruck jener Ambivalenzen begreifen, die den Spielen selbst eingeschrieben sind, oder spiegeln sich hierin nur die Aporien der Metaebene? In der Einleitung und den vierzehn Fallstudien, die von den Anfängen des mittelalterlichen Theaters bis in die Frühe Neuzeit reichen, werden Phänomen und Begriff der Ambivalenz untersucht und Aufgaben künftiger Forschung ausgelotet.
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