Ein Buch bei Eselsohr
Die Freundin meines Freundes
Feuilletons aus den 1920er Jahren
- Erschienen
- 2026
- Seiten
- 362
- Format
- Gebunden
- Verlag
- Wallstein Verlag
Klappentext
Die Wiederentdeckung einer vergessenen Berliner Autorin der 1920er Jahre, die in einem Atemzug mit Gabriele Tergit, Mascha Kaléko, Vicki Baum und Irmgard Keun zu nennen ist – Witzig, ironisch und kritisch! Die literarischen Arbeiten von Polly Tieck datieren aus den Jahren 1925 bis 1933 und sind, wie auch ihre Autorin, heute überwiegend unbekannt. Die Modeschöpferin, Journalistin und Feuilletonistin schrieb Prosatexte und Gedichte, die sie unter ihren Hauptpseudonymen Polly Tieck und Katta Launisch veröffentlichte. Im Fokus der witzig-ironischen, hintergründig-nachdenklichen, gelegentlich auch kritischen Feuilletons und lyrischen Beiträge stand die sogenannte »Neue Frau« und das, was sie bewegte: die Rolle und Stellung der Frau in der sich nach dem Ersten Weltkrieg verändernden Gesellschaft, das Verhältnis der Geschlechter zueinander, Liebe und Erotik und nicht zuletzt die (saisonale) Mode mit all ihren Facetten. In einem zweiten Teil des Bandes rekonstruiert Hans-Joachin Heerde trotz fehlender Korrespondenz mit ihren Zeitgenossen und nur spärlichen Äußerungen Dritter auf Grundlage von Archivrecherchen und zeitgenössischen Presseberichten Polly Tiecks Lebenslauf, der eine biografische Annäherung an diese außergewöhnliche Frau ermöglicht. Erstmals wird dem Leser eine Vita vorgelegt, die die entscheidenden Lebensabschnitte im jüdischen Berliner Bildungsbürgertum, die Zeit von 1933 bis 1939 sowie die Emigration nach Chile mit nachprüfbaren Daten und Belegen präsentiert.
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