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Cover von „Gebrauchsspuren an Artefakten der Hominidenfundstelle Bilzingsleben (Thüringen)“

Ein Buch bei Eselsohr

Gebrauchsspuren an Artefakten der Hominidenfundstelle Bilzingsleben (Thüringen)

Leif Steguweit

Erschienen
2003
Seiten
68
Format
Taschenbuch
Verlag
Leidorf

Klappentext

Aus dem Material der ca. 400.000 Jahre alten Fundstelle, die ausführlich vorgestellt wird, wurden Silexartefakte und Knochen mikroanalytisch untersucht und die Ergebnisse mit denen anderer Fundplätze [z.B. Tata, Vértesszölös, Neumark-Nord und Wallertheim] verglichen. Die Analysen erfolgten bei den Silices in Hinblick auf Gebrauchsspuren an Artefaktkanten sowie Glanzeffekte und Politureffekte. Dabei wurden u.a. eine flächenmäßige Korrelation zwischen Artefakten mit Gebrauchsspuren und Holzkonzentrationen festgestellt. Die Knochen wurden im Hinblick auf Schnittmarken sowie das ganze Spektrum weiterer Oberflächenmodifikationen, z.B. Karnivorenverbiß, Zerbrechen durch „Trampling“ und Verschrammungen im Sediment, untersucht. Abgesehen von Schnittspuren der Nahrungsaufbereitung sind die an drei Knochen festgestellten Belege für nonutilitäre Aktivitäten in Form systematisch eingeritzter Linien von herausragender Bedeutung, die zu den ältesten ihrer Art weltweit gehören. Die Nutzung des Platzes durch Homo erectus erfolgte für den Autor in Einzelepisoden. Fluviatiler Eintrag gilt als maßgeblicher Faktor für einen Großteil der Materialakkumulation. The material from the some 400,000-year-old find site is introduced in detail. Its flint tools and bones were subjected to microanalysis and the results are compared to those of other sites [e.g. Tata, Vértesszölös, Neumark-Nord und Wallertheim]. The analyses of flint tools concentrated on use wear traces along artefact edges as well as "polish" and gloss effects. At the same time, a correlation between artefacts with use wear traces and wood concentrations was found amongst other characteristics. Bones were investigated with regard to cut marks and the full spectrum of other surface modifications, e.g. gnawing marks by carnivores, fractures caused by trampling, and scratches produced in the sediment. Apart from cut marks caused by food processing, three bones with evidence for non-utilitarian activities in the shape of systematically engraved lines are of outstanding importance and belong to the oldest examples of their kind worldwide. The site use by Homo erectus is interpreted by the author as a sequence of single episodes. Fluvial import is considered the main reason for the accumulation of a major part of the material.

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