Ein Buch bei Eselsohr
Das Pfäferser Passionsspielfragment
Edition - Untersuchung - Kommentar
- Erschienen
- 2010
- Seiten
- 254
- Format
- Taschenbuch
- Verlag
- Innsbruck Univ. Press
Klappentext
Das aus dem frühen 14. Jahrhundert stammende Pfäferser Passionsspiel-fragment – es ist nach dem Benediktbeurer Passionsspiel von um 1230 das zweitälteste Passionsspiel in deutscher Sprache –, wird hier erstmals Gegenstand einer eingehenden Untersuchung mit Edition und Kommentar. Bei dem Fragment handelt es sich um ein erst vor wenigen Jahren im Stiftsarchiv St. Gallen (Bestand Pfäfers) aufgefundenes Doppelblatt aus Pergament, das als Spiegelblatt in eine Pfäferser Handschrift des 10./11. Jahrhunderts eingeklebt war und bei der Ablösung erheblich beschädigt wurde. Dennoch ist es Klaus Amann gelungen, gut 400 Verse eines Passionsspiels mit einer ausführlichen Salbenkrämerszene zu rekonstruieren und so zu sichern. Das Fragment des Spiels wurde vom Herausgeber für die Buchpublikation ediert, ins Neuhochdeutsche übertragen und mit einem umfangreichen Stellenkommentar versehen. Untersucht werden Herkunft, Datierung und Sprache des Fragments; Überlegungen zur literarhistorischen Einordnung in die Geschichte des deutschsprachigen Schauspiels, zur Textgeschichte und eventuellen Vorbildern sowie zur Verortung in der Geschichte und dem kulturellen Umfeld des Benediktinerklosters Pfäfers, von wo die Handschrift ja stammt, runden den Band ab.
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